Baustellen und Sperrungen
Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

27.04.2026

Wissenschaft trifft Alpenidylle: Campus Chiemgau in Ruhpolding empfängt internationale Studierende
 

Am Campus Chiemgau in Ruhpolding ist derzeit einiges in Bewegung: Vom 20. bis 24. April 2026 waren rund 100 internationale Studierende im Rahmen eines sogenannten Blended Intensive Programme (BIP) zu Gast. Die Teilnehmenden reisten aus den Niederlanden, Finnland, Irland, Rumänien und Norwegen an, ergänzt durch Studierende des Standorts Rosenheim.

Das BIP stellt eine innovative Form der internationalen Bildungszusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+ dar. Es kombiniert virtuelle und Präsenzphasen und bringt Lehrende sowie Lernende aus mindestens drei europäischen Hochschulen zusammen, um gemeinsam länderübergreifende Lehr- und Lernformate zu gestalten.

Initiiert wurde das Programm am Campus Chiemgau von Prof. Dr. Stephanie Kapitza, Vizepräsidentin und wissenschaftliche Leitung des Campus. Während der intensiven Projektwoche wurden die Studierenden von Michael Kriegel, Lehrbeauftragter für Entrepreneurship, Becks Butler, innovation consultant and educator from Griffith College in Dublin sowie dem finnischen Innovationsexperten Pasi Rantanen von der Firma Ikigaia betreut. „Mit Formaten wie dem Blended Intensive Programme wird der Campus Chiemgau als international vernetzter Bildungsstandort weiter gestärkt und Ruhpolding als attraktiver Ort für internationale Begegnung und Lernen zusätzlich positioniert“, unterstreicht Franziska Riese M.A., geschäftsführende Leitung des Campus Chiemgau, die den Standort Ruhpolding mit großem Engagement voranbringt.

Zum Auftakt der Woche wurden die internationalen Gäste herzlich von Bürgermeister Justus Pfeifer begrüßt. Er hob die große Bedeutung solcher Programme hervor: Die Zusammenarbeit sei „eine hervorragende Gelegenheit, bei der alle Beteiligten enorm profitieren“. Für Ruhpolding bedeute dies eine wertvolle Bereicherung, da junge, internationale Menschen in den Ort kämen. Gleichzeitig erhielten die Studierenden die Chance, eine Region kennenzulernen, die sie zuvor vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatten – mit ihren vielfältigen Natur- und Freizeitmöglichkeiten zu jeder Jahreszeit.

Die Begeisterung der Studierenden war bereits bei der Ankunft spürbar: Viele hielten ihre ersten Eindrücke fotografisch fest. Auch kulturelle Neugier wurde schnell deutlich – so fragte ein Student gleich zu Beginn, was „Bayern“ im Vergleich zum restlichen Deutschland besonders auszeichne. Bürgermeister Pfeifer antwortete darauf knapp, aber prägnant: Bayern sei eine äußerst lebenswerte Region, insbesondere der Alpenraum biete eine beeindruckende Vielfalt an Entdeckungsmöglichkeiten, zugleich seien die Bayern aber auch stolz, traditionsbewusst und fleißig.

Das Programm selbst war praxisorientiert aufgebaut: Die Studierenden wählten aus verschiedenen Projekten, die sie während der Woche intensiv bearbeiteten. Ein Projekt mit direktem Bezug zur Region beschäftigte sich beispielsweise mit der Frage, mit welchen innovativen Ideen man den Leerstand in Ruhpolding gemeinsam mit regionalen Playern begegnen kann. Dieses wurde von der Ruhpoldinger Unternehmerin Monika Harlinghausen-Smith als Patin begleitet.

Der gelungene Auftakt dieser internationalen Woche zeigt eindrucksvoll das Potenzial des Campus Chiemgau als Bildungs- und Begegnungsort. Die Initiative dürfte einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Standort Ruhpolding weiter zu stärken und international sichtbarer zu machen. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen und wünschen allen Studierenden eine lehrreiche, inspirierende und unvergessliche Zeit in Ruhpolding.