Baustellen und Sperrungen
Aktuelles
Update: 03.06.2026, 12:00 Uhr
Rückbau der Löschinfrastruktur am Saurüsselkopf markiert Abschluss der Einsatzmaßnahmen.
Die bestehende Allgemeinverfügung sowie das damit verbundene Betretungsverbot werden voraussichtlich mit Wirkung zum 9. Juni 2026 erneut angepasst.
Nach mehreren Wochen intensiver Einsatzmaßnahmen im Bereich des Waldbrandes am Saurüsselkopf beginnt am Freitag, 5. Juni, und Samstag, 6. Juni 2026, der Rückbau der umfangreichen Löschinfrastruktur am Berg. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten endet zugleich der operative Feuerwehreinsatz am Saurüsselkopf.
Grundlage für diese Entscheidung ist die weiterhin stabile Lage im Brandgebiet. In den vergangenen Tagen wurden im Rahmen mehrerer Kontroll- und Erkundungsflüge mit Wärmebildtechnik durch die Bayerische Polizei keine Glutnester oder sonstigen Auffälligkeiten mehr festgestellt. Auch die bodengebundenen Kontrollen verliefen ohne Feststellungen. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben zusätzlich zu einer weiteren Entspannung der Lage beigetragen. Ebenso ist die Waldbrandgefahr leicht zurückgegangen.
Die Einsatzleitung sieht deshalb die Voraussetzungen als gegeben an, die vorsorglich am Berg verbliebene Löschinfrastruktur des Katastrophenfalls zurückzubauen. Diese war bewusst über die eigentlichen Löscharbeiten hinaus vor Ort belassen worden, um bei einem möglichen Wiederaufflammen von Glutnestern jederzeit schnell reagieren zu können. Da der erneute Aufbau der Infrastruktur einen erheblichen personellen und logistischen Aufwand bedeutet hätte, wurde sie zunächst einsatzbereit vorgehalten.
Für den Rückbau werden zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Traunstein im Einsatz sein. Bereits während des Katastrophenfalls hatten Feuerwehren aus dem Landkreis sowie aus benachbarten Regionen Schläuche, Pumpen und weiteres Material zur Verfügung gestellt. Mit dem Rückbau kehren diese Ausrüstungsgegenstände nun wieder zu ihren Heimatfeuerwehren zurück und stehen damit künftig wieder uneingeschränkt für andere Einsätze zur Verfügung.
Unterstützt werden die Rückbaumaßnahmen durch die Bergwacht, die Alpine Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei, die Bayerischen Staatsforsten, den gemeindlichen Bauhof sowie die Chiemgau-Arena. Insgesamt werden am Freitag über 100 Einsatzkräfte am Berg erwartet.
Am ersten Einsatztag liegt der Schwerpunkt darauf, möglichst viel Material zu Fuß aus dem Gelände ins Tal zu transportieren. In der Chiemgau-Arena wird das Material anschließend gesammelt, vorsortiert und für den weiteren Abtransport vorbereitet. Am Samstag erfolgt der Abtransport der verbliebenen schweren Ausrüstungsgegenstände mittels Hubschrauber. Insbesondere Pumpen, Schlauchmaterial und weitere Gerätschaften aus schwer zugänglichen Bereichen des Saurüsselkopfes werden dabei ausgeflogen. Als zentrale Logistikdrehscheibe dient erneut die Chiemgau-Arena. Von dort aus werden die Gerätschaften nach einer Funktionsprüfung an die jeweiligen Feuerwehren zurückgeführt. Sollten die Wetterbedingungen einen sicheren Flugbetrieb nicht zulassen, ist vorgesehen, die Hubschraubereinsätze auf Montag zu verschieben.
Mit Abschluss der Rückbauarbeiten am 6. Juni 2026 endet der Feuerwehreinsatz am Saurüsselkopf offiziell. Die Verantwortung für die betroffenen Flächen geht anschließend wieder vollständig auf die Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer über.
Die Bevölkerung wird gebeten, das Einsatzgebiet während des Rückbaus weiterhin zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Die bestehende Allgemeinverfügung sowie das damit verbundene Betretungsverbot werden voraussichtlich mit Wirkung zum 9. Juni 2026 erneut angepasst und der Sperrbereich weiter verkleinert. Eine vollständige Aufhebung des Betretungsverbots ist derzeit jedoch noch nicht möglich. Unabhängig von der Brandlage bestehen weiterhin erhebliche Gefahren durch Steinschlag, abstürzende Äste sowie umstürzende Bäume im betroffenen Bereich.
Die Einsatzleitung bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden, Unternehmen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit während des gesamten Einsatzgeschehens. Der Waldbrand am Saurüsselkopf stellte über Wochen hinweg eine besondere Herausforderung dar, die nur durch das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten erfolgreich bewältigt werden konnte.
21.05.2026, 16:00 Uhr
Monitoring am Saurüsselkopf dauert weiterhin an - Waldbrandgefahr Stufe 4 in den kommenden Tagen erwartet
Die Arbeiten im Bereich des Waldbrandes am Saurüsselkopf dauern weiterhin an. In den vergangenen Tagen gab es insgesamt keine größeren Auffälligkeiten, jedoch mussten nach wie vor einzelne Glutnester im Gelände lokalisiert und gezielt abgelöscht werden. Der Einsatz ist derzeit noch nicht beendet, da sich weiterhin Restwärme und Glut in einzelnen Bereichen halten und fortlaufend kontrolliert werden müssen.
Zur weiteren Erkundung werden regelmäßig Wärmebildflüge durch die Bayerische Polizei durchgeführt. Die Flüge erfolgen derzeit in den Abendstunden, da nach der Abkühlung der Umgebung mögliche Glutnester aufgrund der größeren Temperaturunterschiede besser erkannt werden können. Ergänzend dazu sind weiterhin Mitarbeitende der staatlichen Forstverwaltung mit Fußtrupps und handgeführten Wärmebildkameras im betroffenen Gebiet unterwegs.
Besonders kritisch sind sogenannte Bodenfeuer. Bei dieser Art von Brand können Glutnester trotz vergleichsweise niedriger Oberflächentemperaturen und feuchter Witterung weiterhin aktiv sein. Während die Oberfläche oft unauffällig erscheint, können im Inneren deutlich höhere Temperaturen von bis zu etwa 125 °C auftreten. Die Hitze kann dabei bis in tiefere Bodenschichten vordringen, teils auch in mehr als 1 m Tiefe. Glutnester können sich dort im Wurzelwerk, in organischem Material oder in Holzstrukturen über längere Zeit halten und jederzeit erneut aufflammen. Daher ist eine kontinuierliche Kontrolle und Nachlöscharbeit zwingend erforderlich.
Aufgrund der vorhergesagten Witterung und der ab dem Wochenende geltenden Waldbrandstufe 4 bleibt die Lage weiterhin angespannt. Insbesondere wird in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass bei erhöhter Waldbrandgefahr umsichtiges Verhalten im und am Wald besonders wichtig ist. Offenes Feuer, Rauchen sowie das Entzünden von Feuerstellen sind strikt zu vermeiden, um eine weitere Gefährdung der Waldflächen zu verhindern.
Das bestehende Betretungsverbot für das betroffene Gebiet bleibt bis auf Weiteres bestehen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Sperrungen zu beachten und den Bereich nicht zu betreten.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen eingesetzten Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden und Unterstützern für die hervorragende Zusammenarbeit und den anhaltenden Einsatz.
18.05.2026, 16:00 Uhr
Monitoring am Saurüsselkopf: Einsatz von handgeführten Wärmebildkameras im Gelände und neue Allgemeinverfügung
Im Rahmen der laufenden Überwachungsmaßnahmen fand in den Morgenstunden ein erneuter Erkundungsflug mit einem Hubschrauber der Bayerischen Polizei statt. Dabei kam erneut Wärmebildtechnik zum Einsatz, um etwaige Glutnester aus der Luft zu detektieren. Mitarbeiter der staatlichen Forstverwaltung ergänzten die Erkundungsarbeiten mit Fußtrupps auf der Ostseite. Auch sie nutzten handgeführte Wärmebildkameras, um engmaschige zielgenaue Nachkontrollen sicherzustellen. Nach derzeitigem Stand sind während des Tages keine nennenswerten Glutnester gefunden worden. Ein weiterer Kontrollflug ist heute Abend geplant.
Neue Allgemeinverfügung ab 18.05.2026, 16:00 Uhr
Aufgrund der positiven Entwicklung wird der räumliche Geltungsbereich der Allgemeinverfügung mit Stand vom 18.05.2026, 16:00 Uhr angepasst. Die Chiemgau Arena befindet sich künftig nicht mehr innerhalb des abgesperrten Bereichs.
Das Betreten sowie das Befahren der Forst- und Wanderwege im definierten Bereich ist für jedermann ab dem genannten Zeitpunkt bis auf Weiteres untersagt.
Der Verbotsbereich umfasst die Forst- und Wanderwege im Abschnitt von der Fuchswiese über den Bereich der Chiemgau Arena (außerhalb des Stadion- und Anlagenbereichs) bis zum Adlerkopf sowie bis zur Landesgrenze. Die genaue Abgrenzung ergibt sich aus den Lageplänen.
Im Zusammenhang mit den laufenden Hubschrauberoperationen gilt weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h im Bereich der Chiemgau Arena und entlang des Förchensees aufgrund der Starts und Landungen der Hubschrauber sowie Befüllungen.
Downloads
- Allgemeinverfügung der Gemeinde Ruhpolding ab 18.05.2026 (PDF, 66 KB)
- Lagepläne ab 18.05.2026 (PDF, 5 MB)