Baustellen und Sperrungen
Aktuelles
Update: 18.05.2026, 16:00 Uhr
Monitoring am Saurüsselkopf: Einsatz von handgeführten Wärmebildkameras im Gelände und neue Allgemeinverfügung
Im Rahmen der laufenden Überwachungsmaßnahmen fand in den Morgenstunden ein erneuter Erkundungsflug mit einem Hubschrauber der Bayerischen Polizei statt. Dabei kam erneut Wärmebildtechnik zum Einsatz, um etwaige Glutnester aus der Luft zu detektieren. Mitarbeiter der staatlichen Forstverwaltung ergänzten die Erkundungsarbeiten mit Fußtrupps auf der Ostseite. Auch sie nutzten handgeführte Wärmebildkameras, um engmaschige zielgenaue Nachkontrollen sicherzustellen. Nach derzeitigem Stand sind während des Tages keine nennenswerten Glutnester gefunden worden. Ein weiterer Kontrollflug ist heute Abend geplant.
Neue Allgemeinverfügung ab 18.05.2026, 16:00 Uhr
Aufgrund der positiven Entwicklung wird der räumliche Geltungsbereich der Allgemeinverfügung mit Stand vom 18.05.2026, 16:00 Uhr angepasst. Die Chiemgau Arena befindet sich küntig nicht mehr innerhalb des abgesperrten Bereichs.
Das Betreten sowie das Befahren der Forst- und Wanderwege im definierten Bereich ist für jedermann ab dem genannten Zeitpunkt bis auf Weiteres untersagt.
Der Verbotsbereich umfasst die Forst- und Wanderwege im Abschnitt von der Fuchswiese über den Bereich der Chiemgau Arena (außerhalb des Stadion- und Anlagenbereichs) bis zum Adlerkopf sowie bis zur Landesgrenze. Die genaue Abgrenzung ergibt sich aus den Lageplänen.
Im Zusammenhang mit den laufenden Hubschrauberoperationen gilt weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h im Bereich der Chiemgau Arena und entlang des Förchensees aufgrund der Starts und Landungen der Hubschrauber sowie Befüllungen.
17.05.2026, 14:00 Uhr
Monitoring am Saurüsselkopf zeigt vereinzelt neue Glutnester – Einsatzkräfte reagieren unmittelbar
Nachdem die zuletzt bekannten Glutnester am vergangenen Mittwoch vollständig abgelöscht worden waren, wurden im Rahmen des fortlaufenden Monitorings durch die Landespolizeihubschrauber in den vergangenen Tagen vereinzelt neue, bislang nicht erkennbare Glutstellen entdeckt. Diese wurden unmittelbar nach ihrer Feststellung gezielt bekämpft und abgelöscht.
Die Erkundung erfolgt insbesondere mithilfe von Wärmebildkameras im Rahmen regelmäßiger Flüge der Polizeihubschrauber. Geleitet werden die Maßnahmen durch Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Bergwacht sowie der Alpinpolizei. Die Anzahl der täglich neu detektierten Glutnester ist zuletzt leicht rückläufig.
Teilweise glühen dicke Baumstämme oder Wurzelstöcke über mehrere Tage hinweg im Inneren weiter, ohne dass dies zunächst an der Oberfläche durch Wärmebildkameras sichtbar ist. Erst im Verlauf der Zeit arbeitet sich die Hitze nach außen durch, sodass die betroffenen Stellen später mittels Wärmebildtechnik erkannt werden können. Teilweise befinden sich die Glutnester zudem tief unter Erd- oder Humusschichten, was die Erkennung und das gezielte Ablöschen zusätzlich erschwert.
Auch die anhaltenden Niederschläge bringen in diesen Fällen nur begrenzte Entlastung, da tief verborgene Glutnester durch den Regen oftmals nicht vollständig erreicht werden.
Der betroffene Bereich bleibt weiterhin gesperrt. Die Allgemeinverfügung und das bestehende Betretungsverbot gelten unverändert fort. Die Polizei kontrolliert den Bereich regelmäßig und bittet dringend darum, die Sperrungen konsequent einzuhalten. Neben der weiterhin bestehenden Brandgefahr besteht im Gelände zusätzlich die Gefahr durch abbrechende Äste sowie umstürzende Bäume. Unabhängig davon weisen wir nochmal ausdrücklich darauf hin, dass offenes Feuer im Bergwald/alpinen Bereich aufgrund der Waldbrandgefahr zu unterlassen ist.
Das erste Bild zeigt eine illegale Feuerstelle am Zinnkopf, die gestern vorgefunden wurde.
14.05.2026, 13:45 Uhr
Nachlöscharbeiten am Saurüsselkopf abgeschlossen – Fokus liegt auf Beobachtung und Monitoring
Am gestrigen Abend (13. Mai) sind die Nachlöscharbeiten am Saurüsselkopf vollständig abgeschlossen worden. Der Fokus der Einsatzkräfte liegt nun auf einer fortlaufenden Beobachtung und Kontrolle des betroffenen Bergbereichs. Hierzu erfolgen in regelmäßigen Abständen Erkundungsflüge mit Polizeihubschraubern sowie Kontrollen mittels Wärmebildkameras, um unentdeckte/verbliebene Glutnester frühzeitig erkennen zu können.
Die derzeitige Wetterlage mit anhaltendem Regen unterstützt die Situation maßgeblich. Die Niederschläge tragen dazu bei, den betroffenen Bereich weiter abzukühlen und die Gefahr eines erneuten Aufflammens deutlich zu reduzieren. Die Natur leistet nun ihren Beitrag, während die Einsatzkräfte den Berg weiterhin überwachen.
Die Allgemeinverfügung sowie das bestehende Betretungsverbot für den Gefahrenbereich bleiben weiterhin in Kraft. Die Polizei bestreift das Gebiet regelmäßig und kontrolliert die Einhaltung der Sperrmaßnahmen.
Der Brandbereich am Saurüsselkopf ist nach wie vor als Gefahrenbereich einzustufen, da jederzeit Äste abbrechen oder einzelne Bäume umstürzen können. Seitens der Einsatzkräfte wird daher weiterhin dringend darum gebeten, den festgelegten Sperrbereich keinesfalls zu betreten.
13.05.2026, 13:00 Uhr
Nachlöscharbeiten Saurüsselkopf - Fokus liegt auf einer umfassenden Erkundung möglicher Glutnester
Am heutigen Mittwoch (13. Mai) sind etwa 100 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf einer umfassenden Erkundung möglicher Glutnester. In den Vormittagsstunden wurden hierzu erneut Luftbildaufnahmen mithilfe von Wärmebildtechnik angefertigt. Gleichzeitig dauern kleinere Nachlöscharbeiten in den Steilbereichen des Saurüsselkopfes weiterhin an. Hierbei werden unter anderem Einsatzkräfte per Hubschrauber an den Berg transportiert und mithilfe einer Seilwinde in die entsprechenden Bereiche abgeseilt. Vereinzelt kommt es zudem weiterhin zu Wasserabwürfen aus den Außenlastbehältern der Hubschrauber.
Darüber hinaus laufen die Arbeiten zur Rückführung erster Ausrüstungsgegenstände an. Dies erfolgt derzeit in den bereits „sicher abgelöschten“ Abschnitten. Den Materialtransport vom Berg übernehmen ebenfalls die eingesetzten Hubschrauber. Einsatzkräfte der Feuerwehr nehmen die Ausrüstungsgegenstände entgegen und bringen diese zurück zum Feuerwehrgerätehaus in Ruhpolding. Der Übergang von den Strukturen des Katastrophenfalls hin zu einem „Einsatz mit erhöhtem Koordinierungsbedarf“ ist im operativen Bereich inzwischen vollständig vollzogen.
Die Gesamtkoordination liegt derzeit weiterhin bei der Örtlichen Einsatzleitung unter der Leitung von Christof Grundner. Der Schwerpunkt in den kommenden Tagen liegt auf der Lageerfassung, der Beurteilung der weiteren Entwicklung sowie dem gezielten Ablöschen aufkommender Glutnester.
Der Brandbereich am Saurüsselkopf ist weiterhin als Gefahrenbereich einzustufen, da immer wieder Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen. Seitens der Rettungskräfte wird daher dringend empfohlen, den festgelegten Sperrbereich keinesfalls zu betreten. Die Straßensperre der Bundesstraße B 305 wurde bereits aufgehoben. In einem Teilbereich wurde jedoch die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert, da es insbesondere im Bereich der Chiemgau Arena weiterhin zu Fahrbewegungen durch Einsatzfahrzeuge kommt.
Weitere Informationen
Waldbrandbekämpfung mit einer Spezialdrohne
Das Bayerisches Rotes Kreuz unterstützt gemeinsam mit dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Waldbrandbekämpfung mit einer Spezialdrohne. Die Einsatzleitung nutzt dabei erstmals modernste Drohnen- und Kameratechnologie, kombiniert mit hochentwickelter Datenaufbereitung in Zusammenarbeit mit der BRK-Forschung, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Bergwacht Bayern. Beim Waldbrandeinsatz am Saurüsselkopf kommt ein neues Drohnensystem der Stabsstelle Forschung des BRK zum Einsatz. Gemeinsam mit der Bergwacht Bayern führt das Team Überflüge im Einsatzgebiet durch. Die Drohne ist mit einem sogenannten „Modular Aerial Camera System“ (MACS) des DLR-Instituts für Weltraumforschung ausgestattet. Die Kameratechnologie ermöglicht es, optische und thermale Livebilder direkt in ein digitales Lagebild einzubinden. Die gewonnenen Daten werden durch das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) aufbereitet und in einer Webanwendung kombiniert mit aktuellen Satellitendaten dargestellt. Dieses System steht der örtlichen Einsatzleitung zur schnellen Lagebeurteilung zur Verfügung. Die Brandflächen- und „Glutnester Informationen“ stehen zusätzlich in druckfähigen Lagekarten bereit.
Das genutzte Drohnensystem „Trinity“ ist ein computergesteuertes Flugzeug mit Senkrechtstart- und Landefähigkeit. Es kann insbesondere großflächige Luftbildaufnahmen des gesamten Schadensgebiets erstellen. Mithilfe dieser Informationen können Hubschrauber, Einsatzkräfte und Material gezielt koordiniert sowie der Löscherfolg fortlaufend überwacht werden. Das System wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt beschafft.
Bedient wird die Drohne von einem kleinen Expertenteam aus Mitarbeitenden der Sicherheitsforschung des BRK sowie ehrenamtlichen Einsatzkräften der Bergwacht Bayern. Gesteuert wird der Einsatz über ein Technikfahrzeug der Bergwacht Franken. Das System kommt bei dem Brandereignis täglich zum Einsatz und liefert zur Lagebeurteilung und letztlich zur Personaleinteilung wertvolle Datengrundlagen.
Alpine Einsatzgruppe der Bayerische Grenzpolizei am Saurüsselkopf im Einsatz
Die Alpine Einsatzgruppe der Bayerische Grenzpolizei beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd ist seit Sonntagabend (3. Mai) aufgrund der alpinen Lage des Waldbrandes am Saurüsselkopf im Einsatz und unterstützt die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Seit Montag (4. Mai) ist die Alpine Einsatzgruppe mit Polizeibergführern als Fachberatung der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) eingebunden und organisiert dort unter anderem die Planungen für die Einsatzbereiche sowie Hubschrauber-, Kräfte- und Materialanforderungen für das alpine Gelände.
Parallel dazu erfolgt seit Montag die Koordinierung der Hubschrauber- und Drohneneinsätze durch einen Polizeibergführer am Biathlonzentrum Chiemgau Arena. Insbesondere an den einsatzstarken Tagen mit zeitweise bis zu elf parallel eingesetzten Hubschraubern wurde die Koordination gemeinsam mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Abstimmung der Abwurfgebiete im alpinen Gelände, der Koordination am Landeplatz sowie der Zusammenarbeit mit den Bodenkräften von Feuerwehr und Bergwacht Bayern.
Aufgrund des schwierigen und teilweise absturzgefährdeten Einsatzgeländes sind zudem Polizeibergführer direkt im Einsatzgebiet eingesetzt, um die Sicherheit der Löschkräfte zu gewährleisten. Schwer passierbare Geländestellen wurden gemeinsam mit Kräften der Bergwacht seiltechnisch gesichert. In besonders steilem Gelände führten Polizeibergführer einzelne Feuerwehrkräfte gesichert an Glutnester heran, sodass auch abgelegene Brandstellen erreicht und bekämpft werden konnten. Darüber hinaus unterstützten die Einsatzkräfte bei der Verlegung von Schlauchleitungen im extrem steilen Gelände. Die speziellen Fähigkeiten der Polizeibergführer werden dabei in enger Abstimmung mit Feuerwehr und Bergwacht eingesetzt.
12.05.2026
Nachlöscharbeiten Saurüsselkopf
Neue Allgemeinverfügung ab 13.05.2026
Mit der Beendigung des Katastrophenfalls durch das Landratsamt Traunstein zum Ablauf des heutigen Tages (12.05.2026) geht die Zuständigkeit für die weiteren Maßnahmen ab dem 13.05.2026 auf die Gemeinde Ruhpolding über. Aus diesem Grund erlässt die Gemeinde eine neue Allgemeinverfügung.
Ab Mittwoch, 13.05.2026, 00:00 Uhr gilt bis auf Weiteres das Betretungs- und Befahrungsverbot im Bereich Fuchswiese entlang der Chiemgau Arena bis zum Adlerkopf und zur Landesgrenze. Grund hierfür sind die laufenden Nachlöscharbeiten nach dem Waldbrand am Saurüsselkopf sowie weiterhin bestehende Gefahren durch Glutnester und mögliche Wiederaufflammen.
Das Gebiet darf ausschließlich von Einsatzkräften, Behörden sowie beauftragten Unternehmen betreten und befahren werden.
Bitte beachten Sie:
- Die Forst- und Wanderwege im genannten Bereich sind gesperrt.
- Erholungssuchende und Schaulustige dürfen das Gebiet nicht betreten.
- Im Bereich der Chiemgau Arena sowie entlang des Förchensees gilt aufgrund des Hubschraubereinsatzes eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.
Die B 305 ist ab 13.05.2026 wieder für den Verkehr freigegeben.
Die Gemeinde bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und um strikte Einhaltung der Anordnungen.
Downloads
- Allgemeinverfügung Betretungsverbot ab 13.05.2026 (PDF, 281 KB)
- Lageplan Betretungsverbot ab 13.05.2026 (PDF, 3 MB)