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Aktuelles
05.05.2026
Holzknechtmuseum - Zwei Sonderausstellungen zum Internationalen Museumstag
Am 17. Mai eröffnet das Holzknechtmuseum zum Internationalen Museumstag zwei Sonderausstellungen. Die Ausstellungen sind vom 17.05. bis 31.10.2026 zu den Öffnungszeiten des Museums zu sehen und im Museumseintritt enthalten.
Einfach Alm von Manuela Federl
„Einfach Alm – Wenn der Tag sich selbst genügt“ ist eine Foto-Reportage über das Leben und den Alltag der Chiemgauer Almbauern jenseits von Kitsch und Klischee. Eine Alm-Saison lang hat Fotografin Manuela Federl die Menschen bei ihrer Arbeit in den Bergen begleitet und in ihren Bildern festgehalten. Sie erzählen von harter Arbeit, von Freundschaft und tiefer Naturverbundenheit und sie zeigen Menschen, die im Rhythmus der Berge leben. Im Holzknechtmuseum beschäftigt sich die Ausstellung mit der Sellarnalm, der Haaralm, der Kallbrunnalm und der Bischofsfellnalm. Von den jeweiligen Almbauern, Sennerinnen und Sennern gibt es je eine dokumentarische Bildstrecke, Zitate aus den Interviews sowie alte Werkzeuge und Gegenstände, die in Schaukästen präsentiert werden. Zwischen Weite und Nähe entstehen berührende Geschichten von Einfachheit, Würde und echter Lebensqualität.
Zur Person:
Manuela Federl, geboren 1981 in Trostberg, ist freiberufliche Fotografin und Filmemacherin. Nach ihrem Studium der Sprachen,- Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau und der Universidad de Concepción in Chile arbeitet sie für verschiedene TV-Sender im In- und Ausland und macht nebenbei ihre Ausbildung zur Bergwanderführerin beim Deutschen Bergführerverband. Ihre fotografischen Arbeiten und ihre Dokumentarfilme wurden national und international ausgezeichnet und werden weltweit ausgestellt.
Privat ist sie am liebsten beim Klettern, Bergsteigen oder Mountainbiken in ihrer Heimat unterwegs.
„Durch Schnee und Eis“ von Diether Bernhard Endlicher
Im Mai 1973 begleitet der Fotojournalist Diether Endlicher den jährlichen Almauftrieb der Ahrntaler Bauern. Der etwa zwanzig Kilometer lange Weg führt von Kasern in Südtirol über den Krimmler Tauern hinab ins benachbarte Achental im Pinzgau.
Diese Tour hat Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert sind es Ahrntaler Bauern, die Almen im benachbarten Krimmler Achental bewirtschaften. Der Weg führte unweigerlich über den Pass – und zu dieser Jahreszeit durch Schnee. Erst 1986 geben die Ahrntaler den Auftrieb zu Fuß auf und steigen auf Lastwägen um.
Dreißig Fotografien dokumentieren die Etappen des Weges und offenbaren den beachtlichen Kraftakt für Mensch und Tier, den der Almauftrieb bedeutete. In der Ausstellung „Durch Schnee und Eis“ sind die Bilder erstmals im Holzknechtmuseum Ruhpolding zu sehen.
Zur Person:
Diether Bernhard Endlicher, geboren 1940, lernte Bildjournalismus an der Hamburger Fotoschule. Für die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press arbeitete er von 1965 bis 2007 als Fotoreporter. Als solcher reiste er zu internationalen Ereignissen in Sport und Politik sowie zu kriegerischen Konflikten. Im Inland dokumentierte er Landwirtschaft und bayerisches Brauchtum – die Bilder wurden auch im Ausland publiziert.