Baustellen und Sperrungen
Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

21.04.2026

Frühlingsexpedition zum Taubensee
 

Die Eichkatzerlgruppe des Waldkindergartens packte letzte Woche ihre Rucksäcke, Gummistiefel und Becherlupen und machte sich auf den Weg zum Taubensee.

Eine bunte Kinder-Wander-Schlange durchquerte als erstes das Fischbachbett und schlängelte sich dann entlang des alten Bahndamms am Fuße des Rauschbergs. Auf dem Weg wurden schon viele Frühlingsboten, wie die Buschwindröschen und der Seidelbast, entdeckt. Dass man den giftigen Seidelbast lieber nicht zu nahe beschnuppert, wurde bei der Gelegenheit auch gleich gelernt. Mit der kinderleichten „Flora“-Blumenapp gehen die Kinder gerne auf Entdeckertour nach unbekannten Blumen und Pflanzen und finden so ganz einfach selbst heraus, um welche Pflanze es sich handelt und welche Eigenschaften sie haben. Da werd ma richtig gscheid davo!

Ein besonderes Highlight entlang der Strecke waren außerdem die zahlreichen „Insektenwohnheime“: rund 130 Totholzbaumstämme, die wertvollen Lebensraum für Käfer, Larven und Co. bieten, wurden von den Kindern gezählt. Und zwischendurch wurde Immer wieder lauthals das „Froschlied“ angestimmt, das für gute Stimmung beim Wandern sorgte.

Zur Brotzeitpause an der Sandreißn gab es nicht nur eine wohlverdiente Stärkung, sondern auch ein frühlingshaftes Vogelkonzert. Singdrossel, Zilpzalp, Rotkehlchen und Tannenmeise sorgten für die musikalische Unterhaltung – die neue Vogelstimmenapp hat sie alle entlarvt.

Und dann war der See endlich in Sicht und alle waren gespannt auf die vielen Frösche und ihr buntes Treiben dort…. Tatsächlich ließ sich aber zunächst nur ein einzelner, neugieriger Vertreter blicken. Doch die Enttäuschung währte nicht lange, denn es gab noch so viel mehr zu entdecken: ein Froschlaich wurde genau unter die Lupe genommen, Blutegel und Wasserschnecken beobachtet. Am Ufer wurde geangelt, geklettert und gespielt – und plötzlich streiften sogar kleine „Indianer“ mit Grashalmpfeifen am Ufer entlang und erkundeten das Gelände.

Zum Schluss wurde noch ein ganz besonderer Waldschatz gefunden: der Grünspanbecherling, ein Schwammerl auf Totholz mit leuchtend türkisgrüner Farbe, der früher sogar im Kunsthandwerk Verwendung fand. Wow, wos bei uns ois im Woid gibt!

Viel zu schnell hieß es schließlich wieder zusammenpacken und sich auf den Weg zum Parkplatz bei der Ramsei Reibn zu machen. Dort warteten bereits die Eltern, um die kleinen Abenteurer in Empfang zu nehmen.

Was für ein wunderbarer, aufregender und lehrreicher Ausflug!