Baustellen und Sperrungen
Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

14.10.2026

DORLI ist erfolgreich in ihre erste Saison gestartet

 

Seit dem 1. Juli 2026 ist die DORLI, die kleine Dorflinie, in Ruhpolding unterwegs. Nach den ersten Monaten steht fest: Das neue Mobilitätsangebot wird sehr gut angenommen und sorgt sowohl bei Gästen als auch bei Einheimischen für viel Begeisterung.

Über 20.000 Kilometer haben die vier DORLI-Fahrer seit dem Start bereits zurückgelegt. In den Sommermonaten wurden dabei zeitweise bis zu 400 Kilometer täglich zurückgelegt, aktuell sind es in der Nebensaison bis zu 250 Kilometer pro Tag. Die DORLI ist an 365 Tagen im Jahr im Einsatz.

„Wir bekommen von den Fahrgästen sehr viel positives Feedback“, berichten die vier DORLI-Fahrerinnen und -Fahrer übereinstimmend. Besonders schätzen sie selbst die Abwechslung: Anders als bei einem klassischen Linienbus gibt es keinen festen Fahrweg. Welche Strecke gefahren wird, hängt davon ab, welche Fahrten gerade gebucht sind. „Dadurch ist jeder Arbeitstag ein bisschen anders“, erzählt Fahrerin Matea. Besonders schön seien die vielen Gespräche mit den Fahrgästen. Da die Gäste aus ganz unterschiedlichen Regionen und Ländern kommen, gebe es dabei immer wieder interessante Begegnungen und Geschichten.

Auch das Fahren mit dem elektrisch betriebenen Bus kommt gut an. Fahrer Michael berichtet: „Für einige Gäste ist es das erste Mal, dass sie mit einem E-Bus fahren. Sie sind oft überrascht und ganz fasziniert davon, wie angenehm das Fahrgefühl ist.“

Fahrer Vladimir freut sich besonders über die positiven Rückmeldungen: „Es freut mich jedes Mal, wenn ich merke, wie begeistert die Fahrgäste von der DORLI sind. Man bekommt so viel positives Feedback.“

Für Dario, Fahrer und Koordinator, ist der Einsatz bei der DORLI längst mehr als nur eine Fahrt von Haltestelle zu Haltestelle. Er kennt das Personenbeförderungsgewerbe aus verschiedenen Perspektiven: Unter anderem war er als Taxifahrer und Reisebusfahrer unterwegs und ist auch schon die klassische Dorflinie gefahren – ebenso wie zwei der anderen DORLI-Fahrer. „Bei mir als Koordinator laufen viele Fäden zusammen. Dadurch bekomme ich einen guten Eindruck davon, wie die DORLI im Alltag funktioniert und wo es vielleicht noch Verbesserungspotenzial gibt. Besonders schön ist, dass wir von den Fahrgästen so viel positives Feedback bekommen“, so Dario.

 

Flexibel unterwegs – auch wenn einmal etwas Unvorhergesehenes passiert

Wie vielseitig die DORLI eingesetzt werden kann, zeigt auch eine kleine Begebenheit aus den vergangenen Monaten: Ein Radfahrer hatte eine Panne und konnte dank der DORLI unkompliziert mitsamt Fahrrad abgeholt werden. Gerade solche Beispiele zeigen, dass das Angebot nicht nur für die klassische Fahrt von A nach B interessant ist, sondern auch dann eine praktische Lösung bieten kann, wenn sich etwas Unvorhergesehenes ergibt.

 

Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr

Die DORLI wurde auf Initiative von Bürgermeister Pfeifer und Tourismus Vorstand Matjan als Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr angestoßen. Sie ersetzt weder die klassische Dorflinie noch die regulären RVO-Busverbindungen, sondern schafft zusätzliche Möglichkeiten dort, wo der klassische Linienverkehr nicht jede Verbindung abdecken kann. Das betrifft nicht nur bestimmte Strecken, sondern auch die zeitliche Verfügbarkeit: Während die klassischen Buslinien nach festen Fahrplänen unterwegs sind, kann die DORLI bedarfsorientiert gebucht werden und ist täglich über einen deutlich längeren Zeitraum einsetzbar. So entstehen zusätzliche Verbindungen, die sich stärker am tatsächlichen Bedarf der Fahrgäste orientieren.

„Mit der DORLI wollten wir eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, in Ruhpolding flexibel und unkompliziert unterwegs zu sein“, sagt Bürgermeister Justus Pfeifer. „Die ersten Monate zeigen, dass das Angebot sehr gut angenommen wird. Besonders freut mich, dass die DORLI nicht nur von unseren Gästen, sondern auch von den Ruhpoldingern genutzt und positiv aufgenommen wird. Damit haben wir unser Mobilitätsangebot im Ort um einen wichtigen Baustein ergänzt.“

 

Mehr als 100 Haltestellen im gesamten Ortsgebiet

Das Besondere: Die DORLI fährt nicht auf einer festgelegten Strecke. Sie richtet sich nach den jeweils gebuchten Fahrten. Dadurch können unterwegs auch weitere Fahrgäste zusteigen oder kleinere Umwege gefahren werden.

Ganz so spontan wie ein Taxi funktioniert die DORLI allerdings nicht. Die Fahrt muss vorher gebucht werden, und ein Einstieg oder Ausstieg ist nur an den vorgesehenen Haltestellen möglich. Dafür gibt es im gesamten Ortsgebiet mehr als 100 Haltepunkte, sodass der Weg zur nächsten Haltestelle oder zum jeweiligen Ziel in der Regel kurz bleibt. Auch der Haltepunkt Seegatterl wird angefahren. Er liegt zwar außerhalb des eigentlichen Ortsgebiets, ist als touristisch bedeutender Anlaufpunkt jedoch ein wichtiges Ziel.

 

Ein Angebot, das weiter wachsen darf

Nach den ersten Monaten fällt die Bilanz eindeutig positiv aus. Die DORLI wird genutzt, ausprobiert und weiterempfohlen. Gerade die hohe Flexibilität und die vielen Haltestellen machen das Angebot für unterschiedliche Wege im Ortsgebiet interessant.

Und vielleicht ist die DORLI auch für diejenigen einen Versuch wert, die sie bislang noch nicht genutzt haben: Einfach einmal ausprobieren, Fahrt buchen und entspannt ans Ziel kommen. Für Inhaberinnen und Inhaber der Bürgerkarte sowie für Fahrgäste mit Deutschlandticket gelten Vergünstigungen. Denn eines zeigt sich nach den ersten 20.000 Kilometern ganz deutlich: Die kleine Dorflinie ist in Ruhpolding angekommen.

>> Alle weiteren Infos unter www.ruhpolding-rathaus.de/dorli

 

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