Baustellen und Sperrungen
Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

27.10.2026

Campus Chiemgau in Ruhpolding offiziell eröffnet. Start des Bachelorstudiengangs Smart Interactive Media

 

Am Campus Chiemgau in Ruhpolding ist der Vorlesungsbetrieb längst angelaufen. Bereits seit rund einem Jahr finden hier Vorlesungen und praktische Übungen des Studiengangs E-Commerce statt, der überwiegend am Campus Chiemgau in Traunstein angesiedelt ist. Auch internationale Studentinnen und Studenten waren bereits zu Gast: Im April nahmen rund 100 Studierende am sogenannten Blended Intensive Programme (BIP) teil. Im Juli beschäftigte sich eine Summer School mit der Frage, wie sich mithilfe generativer Künstlicher Intelligenz gezielt digitale und physische Produkte entwickeln lassen.

Mit der offiziellen Eröffnung am 22. Oktober 2026 wurde der Campus Chiemgau in Ruhpolding feierlich eingeweiht. Gleichzeitig startete zum Wintersemester 2026/27 mit Smart Interactive Media ein weiterer Studiengang, dessen Lehrveranstaltungen überwiegend in Ruhpolding stattfinden. Er verbindet Kreativität, Design und Technologie. Die Studierenden lernen, innovative digitale Medienformate wie Virtual und Augmented Reality, 3D-Design und interaktive Anwendungen zu entwickeln. Auch Künstliche Intelligenz und nutzerfreundliches Design (User Experience, UX) spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zur feierlichen Eröffnung begrüßten die beiden geschäftsführenden Leiterinnen des Campus Chiemgau, Doreen Franzke und Franziska Riese, zahlreiche Gäste, darunter den Präsidenten der Hochschule Rosenheim Prof. Heinrich Köster, Landrat Andreas Danzer, den Landtagsabgeordneten Dr. Martin Brunnhuber, Ruhpoldings Ersten Bürgermeister Justus Pfeifer und Dritten Bürgermeister Hermann Feil sowie Mitglieder des Gemeinderats, Vertreter regionaler Unternehmen und Studierende.

Landrat Andreas Danzer und Bürgermeister Justus Pfeifer hoben mit ihren Grußworten die Bedeutung des Hochschulstandorts für die Region hervor: „Wir wollen jungen Menschen in der Region ein hochwertiges Studienangebot bieten und gleichzeitig den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft stärken. Davon profitieren auch unsere Unternehmen, die so frühzeitig mit künftigen Fachkräften in Kontakt kommen“, so Danzer.

Auch Bürgermeister Pfeifer unterstrich die Chancen, die der Campus für Ruhpolding und die umliegenden Gemeinden bietet: „Der Campus bietet großes Potenzial, Hochschule und regionale Wirtschaft enger miteinander zu vernetzen. Wir möchten diese Verbindungen weiter ausbauen und langfristig einen Mehrwert für unsere örtlichen Betriebe schaffen. Dass bereits ein reger Austausch stattfindet und gemeinsame Projekte entstanden sind, freut uns und macht das Potenzial dieser Zusammenarbeit deutlich. Die Möglichkeit, dass aus dem Hochschulumfeld heraus neue Geschäftsideen und vielleicht sogar Start-ups entstehen, sehe ich ebenfalls sehr positiv.“

Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster gab anschließend einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Campus und erläuterte, wie es zur Einrichtung des Hochschulstandorts in Ruhpolding kam. Im Mittelpunkt des weiteren Programms stand die Vorstellung des neuen Studiengangs Smart Interactive Media. Besonders anschaulich demonstrierte Prof. Sebastian Feger die Anwendungsmöglichkeiten von Augmented Reality, indem er eine Turbine virtuell in den Raum projizierte. Zwei Studierende berichteten zudem von ihren persönlichen Erfahrungen und gaben den Gästen einen Einblick in den Studienalltag.

Bei einem anschließenden Rundgang konnten die Besucher verschiedene Räumlichkeiten kennenlernen, darunter den Computerraum und das Labor. Auch die Möglichkeit, Augmented-Reality-Anwendungen selbst auszuprobieren, wurde rege genutzt.

Ein Hochschulstandort mit Zukunft

Der Campus Chiemgau ist auf dem ehem. Vinzentinum-Areal untergebracht, auf dem sich früher ein Krankenhaus befand. Nachdem die Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein das ehemalige Krankenhausgebäude von den Kliniken Südostbayern erworben hatte, ließ sie die Räumlichkeiten für die neue Nutzung umbauen. Heute stehen dort neben Hörsälen und Laboren auch Wohnmöglichkeiten für Studierende direkt im Gebäude zur Verfügung.

 

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