Aktionswoche "Zuhause Daheim"
Kirche vor dem Sonntagshorn in Ruhpolding
© © Ruhpolding Tourismus/Andreas Plenk

01.06.2022

 

Erfolgreiche Aktionswoche „Zuhause daheim“ in Ruhpolding

Veranstaltungsangebote waren gut besucht

 

An der Aktionswoche zu Themen rund um`s Älterwerden zu Hause, die erstmalig vom 02.05. bis 12.05.2022 in Ruhpolding stattgefunden hat, haben viele interessierte Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Die Aktionswoche wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales alle zwei Jahre ausgerichtet. Akteure aus ganz Bayern beteiligen sich dabei mit unterschiedlichsten örtlichen und digitalen Veranstaltungen. Die Quartiersmanagerin für Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Ruhpolding, Stefanie Ost, hat ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für unseren Ort auf die Beine gestellt und koordiniert. Stefanie Ost eröffnete mit ihrem Vortrag „Das neue soziale Netzwerk in Ruhpolding stellt sich vor“ das Rahmenprogramm. Dieses soziale Netzwerk besteht aus dem Quartiersmanagement und der Bürgerinitiative „Bürger helfen Bürgern“. „Wir sind sehr glücklich darüber, im Ort die Basis für eine tolle soziale Vernetzung geschaffen zu haben. Im Zuge der demographischen Entwicklung und der Tatsache, dass es nicht selbstverständlich ist, auf die Betreuung durch Angehörige zurückgreifen zu können, ist das neue soziale Netzwerk eine wichtige Anlaufstelle. Für die Arbeit der Quartiersmanagerin und der Bürgerinitiative mit Frau Nathalie Eisele-May und Herrn Joachim Ries möchte ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen“, sprach Bürgermeister Justus Pfeifer das Grußwort.
Frau Ost berichtete von ihrer vielfältigen Arbeit als Quartiersmanagerin. Dabei zeigte sich deutlich, dass der Bedarf an Beratung und Begegnungsangeboten für Seniorinnen und Senioren im Ort ganz klar vorhanden ist. Anschließend stellte Frau Nathalie Eisele-May ihren Tätigkeitsbereich in der Nachbarschaftshilfe sowie Herr Joachim Ries seinen Aufgabenbereich in der Bürokratiebegleitung vor. Zusammen mit dem Fachdienstleiter Herrn Michael Maurer von der Caritas als Träger der Initiative standen alle Vortragenden für die anschließende Frage- und Diskussionsrunde gerne zur Verfügung.

Die frei zugängliche Wanderausstellung „Daheim wohnen bleiben – sicher und selbstbestimmt“  gab zum Auftakt der Aktionswoche einen vielfältigen Überblick über die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten barrierefreien Wohnens. Ergänzend fand dazu ein Vortrag zum Thema „Möglichkeiten der individuellen Wohnraumanpassung“ des BRK Traunstein statt, wobei eingehend besprochen wurde, wie die Wohnung barrierefrei und alltagstauglich für ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter gestaltet werden kann und dazu auch Raum für konkrete Rückfragen gelassen wurde. Zudem wurde ein Ausflug in das „Kompetenzzentrum barrierefreies Wohnen“ nach München unternommen. Die Ausstellungsbesucher konnten neben der vertiefenden Information sämtliche Exponate testen und ausprobieren. Im Kompetenzzentrum wurden zu den Wohnbereichen Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche, Treppe, Flur und dem Außenbereich jeweils ein anschauliches Spektrum von Hilfsmitteln und individuellen Anpassungsmöglichkeiten gezeigt.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete das Seniorenkränzchen mit dem Vortrag zum Thema „Trick- und Legendenbetrug – eine Betrugsmasche mit vielen Gesichtern“. Kriminalhauptkommissar Herbert Grieser zeigte sehr eindrucksvoll und informativ die tückischen Situationen und perfiden Methoden der Verbrecher auf, über die gerade ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Kenntnis gesetzt werden müssen. Es entstand ein reger Gesprächsaustausch, denn einige Besucher sind bereits in brenzlige Situationen gekommen und konnten von ihren persönlichen Erfahrungen berichten.

Ein geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen rundeten den intensiven Austausch im Rahmen der Aktionswoche schließlich ab. Die Gemeinde Ruhpolding bedankt sich recht herzlich für das rege Interesse an den Themen und Veranstaltungen!

 

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.